Aktionärsklagen Volkswagen AG: Das Ende der Spekulation

von Markus Trenkler (Kommentare: 0)

Die Rechtsanwaltskanzlei Trenkler vertritt in der Abgasaffäre geschädigte Aktionäre der Volkswagen AG. Vielfach fragen sich Aktionäre, ob sie die Aktien der Volkswagen AG nunmehr behalten müssen, wenn sie gegen die Volkswagen AG klagen wollen. Grundsätzlich erteilen Rechtsschutzversicherungen den Versicherungsschutz für ein Verfahren gegen die Volkswagen AG.

Der Schaden für die Aktionäre der Volkswagen AG ist mit der durch die Unternehmensführung verursachten Informationsblockade groß.

In der Spitze notierte die Aktie der Volkswagen AG (ISIN: DE0007664039) im Jahr 2015 im DAX bei 262,450 € im Tagesverlauf. Den tiefsten Kurs verzeichnete die Aktie der Volkswagen AG bisher mit 92,360 € im Schlusskurs in der DAX-Notierung.

Die weiteren Folgen der Abgasaffäre sind für die Aktionäre schwer absehbar. Viele Aktionäre wissen nicht, ob sie die Aktie deshalb im Depot behalten oder ob sie diese mit Verlusten verkaufen sollen. Das allerdings ist eine Frage, die jeder Aktionär als rein wirtschaftliche Entscheidung alleine treffen muss.

Aus der Perspektive als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann man weder zum Verkauf raten, noch dazu, die Aktien im Depot zu halten. Das ist auch folgerichtig, denn bei Aktionärsklagen wäre es systemwidrig, wenn die Spekulation der Aktie von VW im Gerichtssaal fortgeführt werden müsste oder wenn man die Aktie nur deshalb im Bestand halten müsste, nur weil man gegen die Volkswagen AG klagt.

Die Aufgabe der Gerichte und Rechtsanwälte besteht in der Klärung bestehender Rechtsfragen und der Entscheidung nach dem geltenden Recht. Damit ist es gleichzeitig ausgeschlossen, dass ein Rechtsanwalt oder ein Gericht spekulative Fragen zu entscheiden hätte, wie sich die Zukunft der Volkswagen AG und damit der Aktie entwickeln könnte.

Und auch Aktionäre müssen wegen einer Aktionärsklage den Verkauf oder das Halten der Aktie nicht davon abhängig machen, ob sie klagen wollen. In der Regel wird bei Gericht der Antrag gestellt, dass die Aktiengesellschaft die Aktien gegen Erstattung des Kaufpreises zuzüglich Erwerbskosten zurücknimmt, sofern man die Aktie im Bestand halten möchte. Mit einigen Überlegungen kann die Aktie aber auch vor einer Klage gegen die Volkswagen AG verkauft werden.

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